Kreative Produktionsstätten

Kreative Produktionsstä(d)te

Im Mittelpunkt des Projektes stehen zwei bekannte Probleme, die sich immer weiter zuspitzen: Zum einen der anhaltende Leerstand und Verfall historischer Industrie- und Gewerbebrachen, die aufgrund ihrer Fläche und Bauweise als problematisch gelten und deren mögliche museale Nutzung durchaus attraktiv, aber auch kostenintensiv sein kann, und zum anderen der zunehmende Mangel an passendem Arbeitsraum für den jungen und rasant wachsenden Cluster der sogenannten „Kreativwirtschaft“. In der aktuellen Phase des  Demografischen Wandels muss neben der Überalterung der Gesellschaft die veränderte Lebenssituation der jungen und mittleren Generationen noch stärker in den Focus rücken, das heißt auch die Veränderung der Arbeitswelten und die Anforderungen an die „Produktionsstätten“.

Das Forschungsvorhaben gliedert sich insgesamt in drei Teile:

Im ersten Teil von Forschungsarbeit und Modellvorhaben wurden insbesondere sächsische Beispiele der (niedrigschwelligen) Fabrikaktivierung recherchiert und bewertet. Im Focus stand zum einen die transparente Vorstellung des Tapetenwerk in Leipzig und zum anderen der beispielhafte Übertrag zentraler Aktivierungsschritte auf ein Praxiskonzept "Kreativfabrik Freital".

Im zweiten Teil wurde ein entsprechender Bauteilkatalog Niedrigschwellige Instandsetzung aufgestellt. Die Projektbegleitende Website wurde im Bereich Best-Practice-Beispiele bundesweit geöffnet.

Im Juni 2019 wurde der dritte und abschließende Projektteil als Begleitforschung abgeschlossen: innerhalb von zwei Jahren wurden Projekte der niedrigschwelligen Fabrikaktivierung "auf dem Weg" zur kreativen Produktionsstätte fachlich begleitet. Neben dem moderierten Austausch von Akteuren, Fachleuten, Verwaltung und anderen Entscheidungsträgern stand der konkrete Vergleich von top-down und bottom-up Projekten - auch außerhalb der Metropolen - und der Praxistest für den Bauteilkatalog Niedrigschwellige Instandsetzung aus dem zweiten Teil im Focus.

Das Projekt wurde im Rahmen der angewandten Bauforschung als Forschungsprojekt in der Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und als "Modellvorhaben Kreativwirtschaft" des Sächsischen Staatsministeriums des Innern durchgeführt. 


Aktuelle Informationen zum Projektstand gibt es unter

www.kreative-produktionsstaedte.de